Das Heimatmuseum

Das Museum Obernfeld stellt sich vor


Dieses Museum hat eine lange Geschichte. Um 1937 begann der damalige Hauptlehrer von Obernfeld, Herr Franz Kurth, mit dem zielstrebigen Sammeln von alten land- und hauswirtschaftlichen Geräten. So kam eine umfangreiche Sammlung zustande, die in drei Kellerräumen der Obernfelder Schule lagerte. Anläßlich zweier Historischer Umzüge in Obernfeld in den Jahren 1961 und 1971 wurden diese Sammlungsgegenstände der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Die mit großem Sachverstand und mit Heimatliebe zusammmengetragenen Objekte geben heute wertvolle Hinweise auf das Leben und die Arbeit der Menschen auf dem Land in der Zeit des ausgehenden 19. Und beginnenden 20. Jahrhunderts.


Dieser reiche Bestand drohte allerdings in feuchten und ungeheizten Kellerräumen irreparable Schäden zu nehmen, und eine weitere Lagerung dort war nicht mehr zu verantworten. Vor allem aber konnte auch dem Interesse der Besucher nicht in angemessener Weise entsprochen werden, da die Kellerräume schlecht beleuchtet, überfüllt und die Objekte unvollständig beschriftet waren. Weitergehende Informationen fehlten völlig. Auf Grund dieser Situation bemühte sich die Gemeinde Obernfeld seit Beginn des Jahres 1984 um die Neuordnung der Sammlungsgegenstände.


Die Arbeiten begannen im Frühjahr 1984 mit der Renovierung der beiden gemeindeeigenen Wohnungen im Nebengebäude der Schule, der Inventarisierung und Restaurierung der Museumsobjekte und der Erarbeitung einer neuen Ausstellungskonzeption. Sie wurden unterstützt durch die finanzielle Hilfe vom Landkreis und Land Niedersachsen und durch die fachliche Beratung des Städtischen Museums Göttingen.
Das Museum konnte nun in sieben Ausstellungsräumen und in drei zusätzlichen Kellerräumen in der Schule einen Einblick vermitteln in Leben und Arbeiten der Menschen, wie es vor 80 bis 100 Jahren üblich war.


1986 fand zur 800-Jahr-Feier des Ortes ein 3. historischer Umzug statt und neues Interesse an den Museumsstücken entfachte.


1989/90 wurde das gegenüberliegende Grundstück der Familie Kopp zum Gemeindekrug-Grundstück von der Gemeinde dazugekauft. In einem großen Renovierungsprojekt wurde an den Gemeindekrug eine Begegnungsstätte mit neuen Museumsräumen angebaut, sowie das alte bestehende Fachwerkhaus unter der Leitung des damaligen Ortsbürgermeisters und heutigen Ortsheimatpflegers und Ehrenbürgers Alois Ehbrecht sen. ausgebaut.


Die Museumsstücke können seit dem in einer umfangreichen Sammlung zur Haus- und Hofwirtschaft des Dorfes ausgestellt werden. Anschaulich präsentiert werden die Themen: Ernährung und Vorratshaltung (unter anderem Schlachten und Backen), Milchverarbeitung, Wohnen, Wäschepflege und historische Kleidung.


Einen besonderen Ausstellungsschwerpunkt bildet die große Abteilung Landwirtschaft mit den ausführlichen Bereichen zur Viehhaltung, Bodenbearbeitung und Ernte.


An das Museum angeschlossen ist das Hotel-Restaurant Museumskrug in einem historischen Fachwerkgebäude von 1671.

Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch und Freitag: 10.00 Uhr - 12.30 Uhr

Dienstag, Freitag, und Sonntag: 14.00 Uhr - 16.30 Uhr

sowie nach Vereinbarung

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