Die Aufgabe der Realgemeinde besteht darin, den Wald gesund zu erhalten und nachhaltig zu bewirtschaften.

 

 

„Wenn Du den Wald nicht schonst, Dir alle Blumen holst, wenn Du in Bänke ritzt,

in alle Bäume schnitzt, dann hat Gott befohlen: Soll Dich der KUCKUCK holen!

(Spruch auf einem Schild in der Nähe der Fischteiche.)

 

Die Realgemeinde Obernfeld wurde im Zuge der Verkoppelung 1898–1906 gegründet. Die Realgemeinde besitzt das Land, welches seit der Besiedlung des Dorfes Allgemeinbesitz, Allmende war, wie z.B. der Wald. Der Gemeinschaftswald der Realgemeinde Obernfeld besitzt eine Fläche von 134 ha und liegt im nordöstlichen Teil des Gemeindegebietes. Er besteht hauptsächlich aus Buchen und wird vom Forstamt Reinhausen durch die Revierförsterei Pöhlde betreut.

Rechte und Pflichten aus der Allmende hatten nur die ursprünglichen Hofstellen, späteren Ansiedlern blieb der Zugang zu diesen sogenannten Gerechtigkeiten versperrt. Das änderte sich mit dem Hannoveranischen Landesverfassungsgesetz von 1840. Jeder Einwohner sollte gleiche Rechte und Pflichten bekommen. Damit büßten die Besitzer von Gerechtigkeiten ihre Vormachtsstellung ein und die heutigen politischen Gemeinden und Realgemeinden entstanden. Die Gerechtigkeiten bestehen aber auch heute noch und werden von der Realgemeinde verwaltet.

Auf den alten Hofstellen selbst liegen 80 Gerechtigkeiten. Diese verteilen sich wiederum auf 152 Besitzer, deshalb gibt es auch ¼ oder ½ Gerechtigkeiten. Über ein Losverfahren wird den Berechtigten das geschlagene Holz mit der entsprechenden Losnummer zugeteilt. Das Losverfahren wird gewählt, weil die Abholorte im Wald für das Holz unterschiedlich bequem zu erreichen sind. Nach einem guten Ertrag kommt es auch zu einer Ausschüttung der erwirtschafteten Überschüsse aus dem Holzverkauf. Außerdem hat die Realgemeinde das Recht zur Verpachtung der Fließgewässer Nahte, Hahle und dem Mühlgraben.

 

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