Rückblick auf das Obernfelder Storchenfest 2018 

Am 22. Juli jährte sich das Storchenfest in Obernfeld zum fünften Mal. Bei anfänglich sommerlich-heißen Temperaturen fanden sich etwa 400 Gäste auf der Storchenwiese an der Hahlestraße zum gemütlichen Miteinander ein. Initiator Thomas Ehbrecht und Obernfelds Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld freuten sich über die zahlreichen Besucher, die sowohl aus Obernfeld selbst als auch aus den umliegenden Dörfern eingetroffen waren. „Wie schon in den Jahren zuvor erfreut sich unser Storchenfest stetig wachsender Beliebtheit“, und dieser Eindruck von Bürgermeister Wüstefeld täuschte nicht. „Mit Köstlichkeiten aus der Region ist natürlich für das leibliche Wohl gesorgt gewesen und die unterschiedlichsten Angebote für Klein und Groß sind -neben den Störchen versteht sich- die besten Argumente, alljährlich wieder hierher zu kommen“ ließ sich auch Thomas Ehbrecht mit einem Lächeln anmerken. Neben einer von den Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben (EEW) gesponsorten Hüpfburg konnten sich die kleinen Gäste auch über Planwagenfahrten durch die benachbarte Landschaft, vorbei an den Storchennestern, freuen. Die Jägerschaft Duderstadt war, wie jedes Jahr, mit ihrem Infomobil anwesend, um alle Interessierten unter anderem über die heimische Tierpopulation sowie deren Lebensräume zu informieren. 

Kurz vor einem heranziehenden Regenschauer kehrten dann auch die drei diesjährigen Jungstörche, zur Freude der Anwesenden, zurück zu ihrem Nest. „Die haben das gespürt und wollten rechtzeitig wieder in ihrem Nest sein“ kommentierte dies der Storchenbeauftragte Georg Fiedler.

Bereits seit 2015 ist der Muttervogel Standorttreu. Dies zeugt von den guten Bedingungen, die die Störche hier im Eichsfeld jedes Jahr aufs Neue vorfinden, um ihren Nachwuchs zu versorgen und groß zu ziehen. Auch die alljährliche Beringung der Jungstörche trage mittlerweile Früchte, so Fiedler. Ergänzend merkte Ehbrecht ebenfalls an, dass sich durch die konstante Beobachtung und das Zentralregister auf Helgoland die Flugrouten und die Entwicklung der Störche gut nachvollziehen lassen. Auch einige Jungstörche aus Obernfeld seien bereits in Spanien gesichtet worden.

Als zuständiger Storchenbeauftragter konnte Georg Fiedler in diesem Jahr 132 Jungstörche neu beringen, alleine 23 von ihnen im Landkreis Göttingen. Darüber hinaus blieben fünf weitere unberingt, bedingt durch die Unzugänglichkeit der Nester. 


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Initiator und Organisator Thomas Ehbrecht bedankt sich beim Storchenbeauftragten Georg Fiedler aber insbesondere auch bei allen fleißigen Helfern und Unterstützern für ihr Engagement. Der Erlös des Storchenfestes wird auch in diesem Jahr wieder einem gemeinnützigen Projekt in Obernfeld zugutekommen.

 

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Beim einsetzenden Regen kehrten die Jungstörche zum Nest zurück.

 

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Ein Blick auf die gut besuchte Storchenwiese in Obernfeld

 

Foto 22.07.2018 Aufbau für das 5. Storchenfest

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5. Storchenfest am 22.07.2018 GT 22.07.2018

4. Storchenfest am 16.07.2017 GT 10.07.2017

3. Storchenfest am 17.07.2016 GT 04.07.2016 

2. Storchenfest am 26.07.2015 GT 27.07.2015 

Ein zweites Nest für Störche in Obernfeld GT 20.08.2014

1. Storchenfest am 17.08.2014  GT 11.08.2014

 

Wie anhand der nun jährlich stattfinden Storchenfeste abgelesen werden kann, ist das Storchennest an der Hahlestraße nicht nur für Zugvögel eine gut besuchte Adresse geworden. Mit viel Freude und Interesse wird das Nest mit seinen Bewohner beobachtet. Das Gesehene wird gern in Gesprächen ausgetauscht.

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Drei Storchenküken im Obernfelder Nest 

Foto 16.07.2018

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Am 15.06.2018 wurden die Küken mit Ringen versehen.

 

Foto 17.06.2018

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Foto 30.05.2018

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Foto 22.05.2018

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GT 23.05.2018 Storchennachwuchs im Eichsfeld: Zweite Brut, drei Küken

 

Das Nest an der Hahlestraße in Obernfeld im April 2018.

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20180422 Storch Nest 1

 

20180422 Storchenwiese 1

 

20180424 Flug 1

 

20180424 Flug 2

 

20180424 Flug 3

 

20180424 Nest 1

 

20180424 Nest 2

 

GT 08.03.2018: Störche beziehen ihre Nester

 

 

Die Geschichte der Obernfelder Störche kann in der Chronik I auf den Seiten 511 - 518 nachgelesen werden (Chronik II Seite 376/377). Demnach hat 1959 das letzte Storchenpaar das Nest auf dem Scheunendach der Hausnummer 48 (Hauptstraße 27) bewohnt.

 Storchennest Nr48 Hauptstr27

 

Nachdem die Ansiedlung von Störchen in Gieboldehausen (1994), Seeburg und Bernshausen geglückt ist, ließ Thomas Ehbrecht im März 2010 auf seinem Grundstück an der Hahlestraße in unmittelbarer Ortsnähe einen 11 m großen Lärchenstamm mit künstlicher Nestanlage aufstellen. Im Frühjahr 2014 ließ sich ein Storchenpaar auf dem Nest nieder und brütete, wie die folgenden Fotos zeigen, sehr erfolgreich.

 

Stoerche Nest 1 mit 3

 

Storchennachwuchs Kennzeichnung 10.07.2014

 

Storchennachwuchs 3 im Nest 10.7.2014

 

 

NABU: Störche auf Reisen